Routenplanung Südkorea

Begonnen von Jef Costello, 15. September 2025, 14:15

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Jef Costello

#15
So, wieder in der Heimat angekommen.

Insgesamt hat mir Südkorea sehr gut gefallen! Sehr einfach bereisbares Land mit interessanter Geschichte und toller Kulinarik.

Meine Route fand ich von den Tagen sehr gut geplant. Ich hatte nirgends das Gefühl, zu lange oder zu kurz zu sein. Die Koreaner fand ich durchwegs sehr nett und höflich. Besonders beeindruckt hat mich, wie sauber und sicher alles war.

Meine Highlights:

- Seoul: Alte Stadtmauer zum Sonnenaufgang, Namsan TV Tower, Lotte World Tower, War Memorial
- Gyeongju: Mt. Namsan Wanderung, Altstadt und Grabhügel bei Nacht
- Busan: Bulguksa Tempel, Hwangnyeongsan Observatory, Haeundae Blueline Park
- Jeju: Seogwipo Jeongbang Wasserfall, Olle Trails, Seongsan Ilchulbong zum Sonnenaufgang, Udo Island

=> Seoul ist riesengroß und hat eine tolle Gastronomie, ich hätte hier noch länger problemlos Tage verbringen können. Es gibt auch einige einfache Wanderungen.
=> Gyeongju kann man auch als Tagesausflug machen, aber die Wanderung um den Namsan ist ein wirkliches Highlight meiner Reise.
=> Busan ist zwar eine große Stadt, fühlt sich aber total anders an als Seoul. Auch hier gibt es viel Natur, die einfach zu erreichen ist.
=> Jeju ist super einfach auch ohne Auto zu bereisen. Den Sunrise Peak sollte man mitnehmen. Den Hallasan-Vulkan habe ich ausgelassen. Ich wollte nicht so früh zur Wanderung aufstehen.  ;D

Auch wenn einiges an Städten dabei war, konnte ich dennoch einige Zeit in der Natur verbringen.

Was mir eher mäßig gefallen hat:

- DMZ-Tour: Zu viel Warterei und dann darf man nicht mal Fotos rüber auf die nordkoreanische Seite machen.
- Seokguram Grotto bei Gyeongju: Viele Fahrerei für eine winzige Höhle mit einer kleinen Statue. Da kann man beim Bulguksa-Tempel vorher Stopp machen.
- Bekannte Paläste, Märkte waren oft überlaufen von westlichen und chinesischen Touristen.


Was ich an Tipps weitergeben kann:

Internet: Ich habe eine eSim von LGU+ gekauft, ca. 30€ für unlimitiertes Internet für 20 Tage. Lief überall gut und einfach.
ÖPNV/Taxis: Uber läuft überall gut, nie musste ich länger als 1-2 Minuten auf ein Taxi warten. Taxis sind sehr günstig für ein entwickeltes Land, d.h. wenn man zu zweit unterwegs ist, lohnt sich der ÖPNV aufgrund der teilweise sehr langen Umstiegszeiten nicht unbedingt.
Apps: In Korea funktioniert wie bekannt Google Maps nur teilweise. Ich habe die südkoreanische Alternative Kaokao eingesetzt, damit war es kein Problem Restaurants zu finden.
Verständigung: Englisch ist nur sehr wenig verbreitet, aber mit den Standard Übersetzungsapps funktioniert alles problemlos.
Geld: In wenigen Fällen konnten wir nicht per ausländischer Kreditkarte zahlen. Es lohnt sich, Bargeld in kleinen Mengen bei sich zu tragen.
Wetter: Im November ein Traum. In Seoul teilweise knackig kalt, während man im Süden im T-Shirt herumlaufen kann. Das macht die Kleiderauswahl ein wenig schwierig, aber bei Uniqlo kann man zu sehr günstigen Preisen nachkaufen. Wir hatten nur zwei bewölkte Tage, ansonsten war es durchgehend sonnig.
KTX: In den Zügen ist sehr wenig Platz für große Koffer. Das hat mich überrascht.
Führerschein: In Korea ist der internationale Führerschein dringend erforderlich.



Eka

#16
Für die Navigation benötigt man in Südkorea natürlich NAVER.
Google Maps ist und war noch nie empfehlenswert für Südkorea.

Geld/ ATM:
Nicht jeder Geldautomat akzeptiert dort ausländische Kreditkarten.

Freut mich, dass es dir dort gut gefallen hat.

pad

#17
Freut mich, dass es dir gut gefallen hat!

Dumm gelaufen mit dem Internationalen Führerschein. Ich hatte während 10 Jahren immer einen auf Reisen mit dabei und musste den noch nie irgendwo zeigen. In Korea hatte ich allerdings kein Auto. Zumindest der Schweizerische Internationale Führerschein ist eigentlich nur ein kleines "Heftchen" mit ein paar Übersetzungen in verschiedene Sprachen, da wäre aber Koreanisch auch nicht dabei, von daher wüsste ich jetzt nicht, was da der "Mehrwert" sein soll. Und ist m.W. auch nur in Kombination mit dem "echten" Führerschein in Kreditkartenformat gültig.

Die Koreaner können manchmal aber schon etwas kleinlich bzw. übergenau sein, das ist mir auch sonst bei ein paar kleinen Dingen immer mal wieder aufgefallen. Zum Beispiel haben sie beim Inlandflug nach Jeju darauf beharrt, dass mein zweiter Vorname auf dem Boarding Pass steht, was sonst bei zahlreichen Internationalen Flügen rund um den Globus noch nie ein Problem war. Auch mit Öffnungszeiten und Co. nehmen sie es manchmal etwas sehr genau. Dafür funktioniert halt auch alles tiptop.

Schön zu hören, dass du Jeju dann via ÖV auch easy fandest, das war auch mein Eindruck!

Die ATMs aus Korea sind mir auch in Erinnerung geblieben, teilweise ganz schön skurrile Kisten, die's so wohl nirgendwo sonst auf der Welt gibt.

Marla

Zitat von: Jef Costello am 18. November 2025, 15:42
So, wieder in der Heimat angekommen.

Insgesamt hat mir Südkorea sehr gut gefallen! Sehr einfach bereisbares Land mit interessanter Geschichte und toller Kulinarik.

Meine Route fand ich von den Tagen sehr gut geplant. Ich hatte nirgends das Gefühl, zu lange oder zu kurz zu sein. Die Koreaner fand ich durchwegs sehr nett und höflich. Besonders beeindruckt hat mich, wie sauber und sicher alles war.

Meine Highlights:

- Seoul: Alte Stadtmauer zum Sonnenaufgang, Namsan TV Tower, Lotte World Tower, War Memorial
- Gyeongju: Mt. Namsan Wanderung, Altstadt und Grabhügel bei Nacht
- Busan: Bulguksa Tempel, Hwangnyeongsan Observatory, Haeundae Blueline Park
- Jeju: Seogwipo Jeongbang Wasserfall, Olle Trails, Seongsan Ilchulbong zum Sonnenaufgang, Udo Island

=> Seoul ist riesengroß und hat eine tolle Gastronomie, ich hätte hier noch länger problemlos Tage verbringen können. Es gibt auch einige einfache Wanderungen.
=> Gyeongju kann man auch als Tagesausflug machen, aber die Wanderung um den Namsan ist ein wirkliches Highlight meiner Reise.
=> Busan ist zwar eine große Stadt, fühlt sich aber total anders an als Seoul. Auch hier gibt es viel Natur, die einfach zu erreichen ist.
=> Jeju ist super einfach auch ohne Auto zu bereisen. Den Sunrise Peak sollte man mitnehmen. Den Hallasan-Vulkan habe ich ausgelassen. Ich wollte nicht so früh zur Wanderung aufstehen.  ;D

Auch wenn einiges an Städten dabei war, konnte ich dennoch einige Zeit in der Natur verbringen.

Was mir eher mäßig gefallen hat:

- DMZ-Tour: Zu viel Warterei und dann darf man nicht mal Fotos rüber auf die nordkoreanische Seite machen.
- Seokguram Grotto bei Gyeongju: Viele Fahrerei für eine winzige Höhle mit einer kleinen Statue. Da kann man beim Bulguksa-Tempel vorher Stopp machen.
- Bekannte Paläste, Märkte waren oft überlaufen von westlichen und chinesischen Touristen.

Danke für deinen Bericht! Da ich nächstes Frühjahr in Südkorea sein werde und wir anscheinend einen ähnlichen Mix aus (Groß-)Städten und Natur beim Reisen bevorzugen, ist das wirklich hilfreich für meine Planung. Genauso wie der Post zu deinem Malaysia-Trip vor kurzem. Werde da bestimmt noch mal mit Fragen auf dich / euch zukommen.

Auf jeden Fall beruhigend zu wissen, dass Jeju auch ohne Auto funktioniert. Zu der DMZ-Tour hab ich neulich mit zwei Südkorea-Fans gesprochen, die meinten, dass sich nur mit JSA lohnen würde, und das ist eben zur Zeit nicht möglich. Ich werde die DMZ daher auslassen.

GschamsterDiener

Ich hänge mich hier mal an, weil ich Südkorea für September plane.

Das ist mein Plan:
Sept 03: Ankunft Flughafen Busan in der Früh, von dort nach Gyeongju
Sept 04: Gyeongju
Sept 05: Gyeongju; Nachmittags Flug nach Jeju
Sept 06: Jeju
Sept 07: Jeju
Sept 08: Jeju
Sept 09: Jeju; morgens Flug nach Seoul, danach Transfer nach Sokcho/Seoraksan NP
Sept 10: Seoraksan NP
Sept 11: Seoraksan NP
Sept 12: Transfer in der Früh von Sokcho nach Seoul
Sept 13: Seoul
Sept 14: Seoul
Sept 15: Rückflug nach Ö

Fragen:
1. War jemand schon mal im September in Südkorea? Passt das Wetter halbwegs oder könnte es sehr verregnet werden? Ich habe gelesen, dass der Sommer verregnet, schwül und heiß sein soll, aber vielleicht ist es im September schon etwas besser?
2. Ich interessiere mich für eine Mischung aus Natur, Kultur und Kulinarik. Ist die Route und die Zeit, die ich für die einzelnen Stationen eingeplant habe, so sinnvoll?
3. Ich habe von der T-Card gelesen, die man für ÖPNV nutzen kann. Ich habe auch gelesen, dass man das Guthaben nur mit Cash raufladen kann. Sprich: Ich behebe Geld, gehe zum 7/11 und kaufe mit Cash das Guthaben? Bankomatkarte bzw. Kreditkarte geht nicht?
4. Bus Seoul-Seoraksan: kann ich unter der Woche beim Bus Terminal in Seoul, wo die meisten Busse nach Sokcho abfahren, einfach mal so auftauchen und den nächsten Bus buchen? Ich würde wahrscheinlich an einem Wochentag am Vormittag ankommen. Rückfahrt würde ich in Sokcho beim Ankommen buchen.
5. Ich bin für meine Verhältnisse nicht so gut informiert und fahre eher so ins Blaue. Am wenigsten weiß ich über Jeju Bescheid. Habe ich hier evtl. einen Tag zu viel, den ich lieber woanders, zB Seoul, nutzen sollte?

Danke für eure hilfreichen Kommentare!

gismarett

#20
Ich kann dir leider nicht alle Fragen beantworten aber zumindest bei einigen Themen helfen.

Bzgl. Route und Zeitaufteilung wirst du vermutlich sehr unterschiedliche Antworten bekommen. Ich denke deine Aufteilung dürfte passen auch wenn die Route natürlich sportlich ist (ich reise aber genauso wie du).
Rückblickend betrachtet hätte mir ein voller Tag in Gyeongju wohl gereicht (inkl.  Bulguksa + Grotte). Mit dem Bus kommt man recht günstig zum Tempel und zurück. Allerdings würde ich die Grotte nicht nochmal machen - war zwar ein netter einfacher Waldspaziergang + eine kleine Grotte aber der Extraweg und die Wartezeit auf den Bus haben sich nicht gelohnt. Wegen deines Flugs würde ich da aber nicht kürzen. Aber evtl. würde ich versuchen den ersten Tag dann in Busan zu verbringen und erst möglichst spät Richtung Gyeongju zu fahren.
Im Nationalpark (absolutes Highlight!) solltest du besonders auf das Wetter achten. Wenn es geregnet hat dürfte die eine oder andere Route problematisch werden. Ich würde Seoul und Sokcho also ggf. flexibel tauschen, wenn absehbar ist welche Tage die besten zum Wandern sind. 2 Tage für Sokcho + Nationalpark haben mir auch gereicht. Du kommst mit dem Bus recht einfach in den Park. Trotzdem lohnt es sich nicht zu spät zu starten, da der letzte bus zurück Abends recht früh kommt (bin mir nicht mehr sicher wann aber ich meine 17-18 Uhr; meine Erinnerung kann hier aber auch falsch sein). Such dir am besten ein Hotel in der Nähe der Busroute zum NP. Sockcho ist Abends auch ein Ausflug wert. Aber den Fokus würde ich auf den NP legen.
Mir persönlich hat die gänztägige DMZ Tour sehr gut gefallen. Hast du die in den 2 Seoul Tagen eingeplant oder möchtest du diese weglassen? Mit 2 Tagen Seoul solltest du einen guten Eindruck von der Stadt bekommen. Wenn du aber bspw. die DMZ Tour machen möchtest, dann müsstet du in Seoul sicherlich rushen oder einen Fokus legen. Ich würde dir die Tour trotzdem stark empfehlen.

In Südkorea passiert es öfter, dass Strecken ausgebucht sind und du dann keine Tickets mehr bekommst (Bus, Zug, Touren, etc.). Wenn kein Feiertag ist kannst du oft auch am Tag vorher noch ein Busticket/Zugticket buchen. Bestimmte Zeiten sind dann aber oft schon ausgebucht und du musst etwas flexibler sein. Deshalb würde ich frühzeitig reservieren, wenn du das Wetter abschätzen kannst und klar ist wann du fahren möchtest. An Feiertagen wirst du einige Zeit vorher buchen müssen.


Eka

#21
Ich war im Oktober dort, bitte beachte dass es bis Mitte Oktober zu Taifunen im Südost Chinesischen Meer kommt.

Die Menschen werden dort sehr gut durch ihre Wetter und Unwetter Warnmeldung der südkoreanischen Behörden informiert.

Lass dich davon bitte nicht abschrecken, dass Wetter ist angenehm, es ist nicht zu heiß im September.

Nicht jeder Geldautomat nimmt aus ausländische Kreditkarten.


dirtsA

Ich nehme mal an, dass du den Rest des Threads gelesen hast, außerdem gab es glaub ich auch noch ein paar andere gute Info-Threads hier aus der Vergangenheit. Ich hatte mich ja zu allen genannten Orten schon ausführlich ausgedrückt ;)

Wenn du Busan doch wenigstens kurz anschauen möchtest, könntest du ja 1 Nacht dort bleiben und Jeju um 1 Tag kürzen. Nachdem du ja auch eher auf Highlights aus bist und nicht so gern super lang einfach nur an Orten verweilst, kann ich mir vorstellen, dass das für dich klappen könnte.

Ich habe als Navigations-App Naver benutzt, da Kaokao für mich irgendwie nicht funktionieren wollte. Da hat alles super gestimmt an Abfahrtszeiten. Ich kann mich jetzt gar nicht erinnern, irgendeine Karte mit Guthaben für den Transport genutzt zu haben - also entweder es war total easy oder es gab auch eine andere Option mit Kreditkarte wie du schon sagst. Ich glaube fast, dass ich die Zugtickets über die Naver App gekauft habe, wenn ich eine Verbindung gefunden habe. Den Bus nach Sokcho habe ich definitiv online gebucht, das war einfach über eine Website möglich. Es gab am Busterminal aber auch Ticketautomaten, wo man mit Kreditkarte zahlen konnte. Bei mir war auch tatsächlich mal fast alles an Zügen ausgebucht (Seoul-Busan), sodass ich dann verrückt früh morgens mit einem Zug los musste. Also ein bisschen ein Auge drauf haben, kann dann auch mal schnell gehen, vorplanen zahlt sich aus. Auch der Bus von/nach Sokcho wird mal voll - unter der Woche sollte - sofern keine Ferien sind - aber kein Problem sein, da ja so alle halbe Stunde einer fährt, wenn ich mich richtig erinnere. Aber das war alles gut online zu finden und zu buchen.

Zwecks Sokcho würde ich dir ans Herz legen im The House Hostel (oder dort in der Nähe) zu übernachten und einen Bus zu buchen, der bei dem Busterminal dort ums Eck ankommt! Die meisten Busse kommen im Süden von Sokcho an, aber dann müsstest du halt nochmal mit dem Stadtbus oder Taxi zur Unterkunft. Außer du übernachtest auch im Süden. Das würde ich dir aber nicht raten, da das Zentrum rund um den Markt in Sokcho wirklich sehr nett ist abends und auch unkompliziert zum Essen gehen. Das Hostel empfehle ich dir wirklich!! Der Besitzer wird dir ALLES erzählen, du kannst komplett mit NULL Plan ankommen, er setzt sich mit dir hin und erzählt dir alles zu Bussen, Nationalpark, Wanderrouten dort, und gibt dir unzählige top Essenstipps in Sokcho. Ich glaube ja, dass ich nur wegen dem Typen schon so eine tolle Zeit dort hatte. Du kaufst quasi nicht nur deine Übernachtung, sondern deine Tourplanung :)
Für Busse zu dem Busterminal in der Nähe gibt etwas weniger Auswahl von Seoul, entkompliziert aber das Ankommen. Bus zum Nationalpark wäre dann auch quasi ums Eck vom genannten Hostel.

Wegen Wanderungen im NP: Zerbrich dir vorher nicht den Kopf. Entweder du bekommst die Erklärungen vom Hostel-Typ oder du orientierst dich im Park an den zahlreichen Karten und Wegweisern. Ist alles idiotensicher angelegt. Die Seilbahn musst du allein auch nicht vorbuchen, da gibts immer noch Einzelplätze (bin einfach mal hin und konnte direkt einsteigen, obwohl alles "voll" war). Ich bin alle Wanderungen abgegangen, die man so in ein paar Stunden an einem Tag unterbringen kann, und empfehle:
1) Natürlich Ulsanbawi Rock (früh starten, wenn du nicht zu viele Leute um dich haben willst, Tempel erst bei der Rückkehr anschauen)
2) Biseondae Rock - aber unbedingt (!!) nicht nur bis zum Rock, sondern weiter gehen: kurz und steile Stufen weiter bis zu der kleinen Höhle mit Tempel hoch oben in den Fels gehauen!! Tolle Ausblicke und mit dem letzten Teil für mich eventuell sogar besser als der beliebte Ulsanbawi. Biseondae ohne den letzten Teil kann man sich m. A. nach sparen ;) also nicht wo rein quetschen, wo dir dann die Zeit oder Energie für den letzten Teil fehlen sollte...
Ich würde diese beiden jeweils an separaten Tagen machen, dann hast du die Highlights und weitesten Wege etwas aufgeteilt.
Die anderen Wanderungen am Fluss und zum Wasserfall fand ich nett, aber jetzt nicht "wow". Die kann man dann nebenbei noch machen, wenn's passt.
Ich fand die Fahrt mit der Seilbahn hoch auch super, auch wenn es da oben natürlich voll ist und entsprechend zugeht. Wenn man ein bisschen rumläuft, ist man auch wieder weg von den Leuten, z.B. war da noch so ein kleiner Tempel oben, etwas unterhalb des Gipfels, abseits...

Gyeongju v.a. wenn's dunkel ist anschauen, also natürlich tagsüber auch, aber Energie aufheben ;) Die Beleuchtungen am Donggung Palace / Wolji Pond aber auch der Grabhügel waren wirklich toll. Ich fand die grünen Grabhügel und das Museum auch tags sehr interessant, einfach mal was ganz anderes, über das ich vorher nichts wusste.
Meine Reisen und mein Nomaden-Leben: http://justbookedatrip.wordpress.com

GschamsterDiener

Danke an alle Rückmeldungen bis hierher! In Busan war ich bereits, da muss ich nicht nochmals hin, wiewohl ich sicherlich nicht alles gesehen habe. Ich überlege mal, ob ich einen Tag Jeju zugunsten des Seoul/Seoraksan-Blocks opfere, damit ich da etwas flexibler bin mit dem Wetter. Zu meiner Reisezeit gibt es keine Feiertage und Seoraksan habe ich bewusst antizyklisch auf Mittwoch bis Samstag gelegt, aber vielleicht sollte ich mich einfach am Wetter orientieren.

Zu den Bussen habe ich gelesen, dass man die Tickets nur buchen kann, wenn man ein koreanisches Bankkonto hat. Vielleicht geht es mittlerweile auch einfacher. Ich denke, ich werde am besten einfach in Südkorea landen und mir das in der Unterkunft erklären lassen.

@Astrid: danke für die detailierten Tipps zu Sokcho und der Unterkunft! Schaue ich mir gleich an.

GschamsterDiener

Wäre auch dankbar für Empfehlungen, in welchem Viertel von Seoul ich übernachten soll, so dass ich schnell und unkompliziert zu den wichtigsten Sights und Museen komme. Nett wäre auch ein guter Zugang zu guten günstigen Straßenküchen, wobei ich eigentlich davon ausgehe, dass man an jeder Straßenecke was Gutes bekommt.

dirtsA

Ich habe 3mal in Seoul übernachtet:
1. Mal zwischen der Station Hoehyeon und dem Namsan Park - allerdings in einem Women-only Hotel, die es wohl in Südkorea gibt, kann ich dir also nicht empfehlen ;) Die Gegend aber schon.
2. Mal Nahe Hautbahnhof im "R Guesthouse Seoul Station" - das war ganz ok, die Gegend jetzt nicht mega, aber halt praktisch. Würde ich bei Bedarf wieder machen (hatte da den extrem frühen Zug). Ist halt ein praktischer Transferpunkt.
3. Mal im "Hostel Korea - Changdeokgung" (Google Maps) - hatte einen etwas merkwürdigen Vibe, aber das Viertel hat mir gut gefallen.

Ich bin immer gern in der Nähe von vielen Sights, damit ich gleich vom Hotel weg ein paar Sachen fußläufig machen kann. Natürlich ist Seoul groß, sodass man auch sehr viel Metro fahren muss, um zu allen Sights zu kommen. Von daher würde ich grob gesagt zwischen Gyeongbokgung Palace - Changdeokgung Palace/Garden (als Nord/Ost/West Abgrenzung - orange Metrolinie) und Myeongdong Night Market - Namsan Park - Namdaemun Market (als südliche Abgrenzung - also südlich der blauen Metrolinie, bis zum Anfang vom Namsan Park) eine Unterkunft auswählen.
Am liebsten würde ich nochmal in der Gegend von meinem 3. Aufenthalt nächtigen. Dann hast du halt gleich die 2 Paläste, Gärten, je nach Lage 2-3 Metrolinien in der Nähe, andere kleine Sights, viele Restaurants etc.

Lauf mal den Fluss Cheonggyecheon entlang, das ist total nett mittags oder abends (je nach Temperatur), da tut sich was! Viele Locals unterwegs, oder mit Takeaway, die sich dort am Ufer hinsetzen und was essen, sehr nettes koreanisches Leben :)

Wegen dem Bus habe ich gerade nochmal geschaut. Ich habe über Rome2Rio diese Website gefunden, auf der ich damals gebucht hatte: https://www.kobus.co.kr/main.do Das hat auch mit meiner DKB-KK funktioniert, zumindest damals. Das Rückfahrticket erinnere ich mich nun direkt nach Ankunft in Sokcho am Automaten gekauft zu haben.
Die Seite will bei mir gerade nicht laden, vielleicht ja aber bei dir... Ich denke aber auch, dass dir dein Hotel da helfen wird können und du dich noch nicht jetzt im Detail damit beschäftigen musst ;)
Meine Reisen und mein Nomaden-Leben: http://justbookedatrip.wordpress.com

Marla

Zitat von: gismarett am 02. August 2026, 14:52
Im Nationalpark (absolutes Highlight!) solltest du besonders auf das Wetter achten. Wenn es geregnet hat dürfte die eine oder andere Route problematisch werden. Ich würde Seoul und Sokcho also ggf. flexibel tauschen, wenn absehbar ist welche Tage die besten zum Wandern sind. 2 Tage für Sokcho + Nationalpark haben mir auch gereicht. Du kommst mit dem Bus recht einfach in den Park. Trotzdem lohnt es sich nicht zu spät zu starten, da der letzte bus zurück Abends recht früh kommt (bin mir nicht mehr sicher wann aber ich meine 17-18 Uhr; meine Erinnerung kann hier aber auch falsch sein). Such dir am besten ein Hotel in der Nähe der Busroute zum NP. Sockcho ist Abends auch ein Ausflug wert. Aber den Fokus würde ich auf den NP legen.
Kann ich alles so unterschreiben. Mir hätten auch 1,5 Tage Seoraksan NP gereicht, obwohl ich den extrem schön fand und alles abgewandert hab, was ging. Busticket nach Sokcho und zurück habe ich am Busbahnhof gekauft. Die Busse nach Sokcho fahren alle 20 bis 30 Minuten. Da war mir die Flexibilität wichtiger, als zu einer bestimmten Uhrzeit da zu sein.

Zitat
Deshalb würde ich frühzeitig reservieren, wenn du das Wetter abschätzen kannst und klar ist wann du fahren möchtest. An Feiertagen wirst du einige Zeit vorher buchen müssen.
In der Zeit sind doch gar keine Feiertage in Südkorea, oder? Ich würde vorher bei klook schauen, das war meine Webseite für die Busverbindungen, und wenn es dann noch genug Verbindungen gibt, einfach zum Busbahnhof gehen. Meine Erfahrung bezieht sich allerdings auf April (dieses Jahr), und es war noch recht kalt im Seoraksan. Kann natürlich sein, dass September beliebter ist.

Marla

Zitat von: dirtsA am 03. August 2026, 10:04
2) Biseondae Rock - aber unbedingt (!!) nicht nur bis zum Rock, sondern weiter gehen: kurz und steile Stufen weiter bis zu der kleinen Höhle mit Tempel hoch oben in den Fels gehauen!! Tolle Ausblicke und mit dem letzten Teil für mich eventuell sogar besser als der beliebte Ulsanbawi. Biseondae ohne den letzten Teil kann man sich m. A. nach sparen ;) also nicht wo rein quetschen, wo dir dann die Zeit oder Energie für den letzten Teil fehlen sollte...
Ich würde diese beiden jeweils an separaten Tagen machen, dann hast du die Highlights und weitesten Wege etwas aufgeteilt.
Der letzte Teil von Biseondae Rock war bei mir im April gesperrt. Und der Rest war total unspektakulär, wie Astrid schon sagt. Deswegen war nur Ulsanbawi für mich ein echtes Highlight.

dirtsA

Schade! Wie gesagt für mich fast besser als der beliebt-überlaufene Ulsanbawi. Hoffentlich machen sie das wieder auf, kann mir aber vorstellen, dass sie es wegen Baufälligkeit der steilen Stufen zur Höhle gesperrt haben. Das war auch echt nicht ohne! ;D Musste man schon richtig aufpassen. Aber dafür auch herrlich wenig Leute. Drücke dir die Daumen, dass es wieder offen ist, @ GschamsterDiener aber vielleicht vorher irgendwie erfragen, wenn möglich (vielleicht weiß es ja der Hostel-Typ :) )
Meine Reisen und mein Nomaden-Leben: http://justbookedatrip.wordpress.com

Marla

Zitat
2. Ich interessiere mich für eine Mischung aus Natur, Kultur und Kulinarik. Ist die Route und die Zeit, die ich für die einzelnen Stationen eingeplant habe, so sinnvoll?
Zitat
Ich überlege mal, ob ich einen Tag Jeju zugunsten des Seoul/Seoraksan-Blocks opfere, damit ich da etwas flexibler bin mit dem Wetter.
Ich fand wie gesagt 1,5 Tage Seoraksan völlig ausreichend, um alles, was zugänglich war, abzuwandern. Weil das Wetter am zweiten Tag nicht so toll war (trocken, aber wenig Sonne), hab ich die Seilbahn ausgelassen. Aber selbst damit solltest du mit 2 Tagen locker hinkommen. Wenn du also bei Jeju einen Tag abknapsen möchtest, dann eher für Seoul. Ich bin da unschlüssig. Mir haben sowohl Seoul als auch Jeju sehr gut gefallen. In Seoul war ich 7 Nächte, auf Jeju 5. Auf Jeju kosten die Überlandbusse sehr viel Zeit. 2 volle Tage sind m.E. ein Muss, um Tagesausflüge in den Süden (Seogwipo) und den Osten (Seongsan Ilchubong, Udo) zu machen. Und dann hast du keinerlei Flexibilität beim Wetter. Bei mir im April hat es am ersten Tag auf Jeju extrem geregnet von morgens bis abends, das einzige Mal auf meiner 5-Monats-Asienreise, so dass man wirklich kaum was machen konnte. Falls dir das auch so gehen sollte, kann ich das Arario Museum in Jeju-Stadt empfehlen. Ich hab in Südkorea mehrere Kunstmuseen angeschaut, und das hat mir besser gefallen als alle in Seoul und Busan.

Zitat
3. Ich habe von der T-Card gelesen, die man für ÖPNV nutzen kann. Ich habe auch gelesen, dass man das Guthaben nur mit Cash raufladen kann. Sprich: Ich behebe Geld, gehe zum 7/11 und kaufe mit Cash das Guthaben? Bankomatkarte bzw. Kreditkarte geht nicht?
Genau, das kann ich so bestätigen. Es ist nervig mit dem Cash, aber alle Leute, die ich vorher und währenddessen gesprochen hatte, haben das auch so gemacht bzw. mir empfohlen. Mich würde das ehrlich gesagt sehr wundern, wenn es einfach mit einer Debit-/Kreditkarte ginge.

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