Panama oder Uganda? 2-3 Wochen Dez-Jan

Begonnen von dirtsA, 03. August 2026, 11:33

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dirtsA

Wie der Titel schon sagt :)

Ich brauche mal wieder einen richtigen Urlaub, ganz ohne arbeiten. Lange ist's her. Zur Verfügung steht die normalerweise umsatztote Zeit, nach Weihnachten bis etwa Mitte Januar. Je nach Flugoptionen am 29./30. Dez los, und zwischen 15.-17. Januar wieder zurück. Also so 15-18 Netto-Tage vor Ort. Evtl. / hoffentlich zusammen mit meinen Eltern.

Aufgrund der Jahreszeit, meiner bestehenden Bucket List und leistbaren Flugoptionen, ergeben sich diese 2 sehr unterschiedlichen möglichen Reiseziele. Beides öffentlich, ohne Mietwagen, private Transfers hier und da können wir natürlich machen, wenn sinnvoll.

Routenideen:
Panama: Panama City (Silvester) mit Panamakanal - El Valle - Santa Catalina mit Isla Coiba - Boquete - Bocas del Toro - Flug zurück nach Panama City. San Blas hin/retour von PC entweder am Anfang oder am Ende. Eher am Anfang, da wir sonst 2mal Inselleben in Folge hätten.
Uganda: Entebbe - Kampala - Jinja - Rhino Sanctuary - Murchison Falls - Fort Portal mit Kibale NP - Queen Elizabeth NP - Bwindi NP - Lake Bunyonyi - Entebbe

Wichtig: In Uganda warte ich noch auf Info, ob wir noch Gorilla Permits bekommen könnten - wenn nicht, ist Uganda hinfällig. Ich bin aber optimistisch und hätte die Runde deshalb gegen den Uhrzeigersinn geplant, um die Gorillas schon etwas außerhalb der Hauptreisezeit zu haben.

Beide Routen sind evtl. etwas zu lang für die geplante Zeit, 1-2 Orte müssen wohl weg.

Ich hatte ja eigentlich gedacht, Panama wäre relaxter, da können wir uns nett was gönnen (schöne Unterkünfte etc), müssen nicht alles vor buchen etc. Najaaaaa :o Nun hatte ich mal probehalber mit ungefähren Daten auf Booking geschaut und da ist echt schon sehr, sehr viel ausgebucht (krass!). Amerika auf Weihnachtsurlaub? Eventuell. Die wenigen noch leistbaren Optionen sind dann nicht unbedingt an den präferierten Locations, oder nicht besonders toll.

So habe ich dann etwas zu Uganda recherchiert und finde da spontan ein besseres P/L-Verhältnis und fühle mich nicht gleich gestresst, jetzt schon alles buchen zu müssen. Naja, bis auf die Gorillas ;)

Kann jemand mehr zu den Öffis in Uganda auf den von mir genannten Strecken sagen? Und alternativ zu Preisen für Privattransfers hier und da? Alles als Tour oder mit Fahrer ist uns glaub ich zu teuer.

Welche Orte könnte ich pro Land weglassen?

Besonders Panama bringt mich hier ins Zweifeln: Bocas und San Blas stehen schon lange auf meiner Liste. Nun finde ich auf Bocas aber nur total teure Sachen oder die leistbaren sind nicht an tollen Stränden oder abgelegen (und ich lese was von Sicherheit als Problem gerade dort). Irgendwie überzeuge mich Bocas komplett nicht für die Preise. San Blas Tour ist auch recht teuer, aber eigentlich dann auch wieder nicht, wenn ich die Preise vergleiche und alles zusammen rechne... Also Bocas raus, und mehr San Blas? Die Inseln in der Nähe von Panama City klingen auch interessant und versprechen laut Reiseführer tolles Schnorcheln (?) ganz ohne hohe Tour-Preise von z.B. Coiba? Und wenn ich Bocas weglasse, was bedeutet das dann für Boquete? Eigentlich wollte ich Kaffe+Vulkan schon gerne dabei haben. Muss ich dann auch nach El Valle? Würde die Strecken etwas kürzer machen, aber ist natürlich auch wieder ein Stopp mehr. Ist weniger mehr? Oder unterscheiden sich die Inseln und Orte doch so, dass alles interessant wäre? Fragen über Fragen.

In Uganda scheint es mir, als wären viele Orte nur kurze Stopps, sodass ich mir nicht sicher bin, ob ich überhaupt was streichen müsste. Also Rhinos und Affen schaut man sich jeweils einen halben Tag an, und kann davor/danach aber relaxen oder sich örtlich verlagern. Aber natürlich sind es recht viele längere Fahrtage. Thoughts?

Was würdet ihr machen?
Mein Vater ist topfit und will alles sehen und machen, unermüdlich. Meine Mutter lässt es gern mal ruhiger angehen, muss nicht jeden Tag mit Programm voll stopfen und braucht vielleicht auch einen halben Tag hier und da zum Relaxen (während wir was unternehmen könnten, wenn sie sich allein sicher genug fühlt), zu viele Matatu-Tage würden ihr wohl zu schaffen machen. Die Standard-Wanderungen in Panama und Uganda schafft sie aber locker. Beide schwimmen und paddeln sehr gerne, mein Vater schnorchelt sehr gern, auch Radfahren, Museen etc. sind relevant. Beide waren noch nie weder in Afrika (naja, außer Marokko) noch in Lateinamerika. Safaris und die ganze Tierwelt fänden sie bestimmt beide total toll.

Ich denke, dass beide Länder einen guten Mix an Aktivitäten/Abenteuer/Relax-Orten anbieten.
Was meint ihr? :)
Meine Reisen und mein Nomaden-Leben: http://justbookedatrip.wordpress.com

GschamsterDiener

Ich war zwar auch in Panama, habe dort aber kaum was gemacht. Zu Uganda kann ich mehr erzählen:

1. Kampala: klassische afrikanische Großstadt ohne viel zu sehen, aber um Welten besser als zB Lilongwe. Hier sind die 2 Highlights der alte Minibusbahnhof (sehr photogen) und die Moschee, wo ihr auch aufs Minarett für eine schöne Aussicht rauf könnt.

2. Fort Portal: Hier habe ich mich sehr wohl gefühlt. Es gibt in der Umgebung mehrere schöne Vulkanseen, wo ihr einfach hinwandern könnt. Sehr grün. Direkte Busverbindungen von Kampala (ca. 4-5 Stunden) sind kein Problem.

3. Kibale NP: Hier waren damals (2022) die teuren Schimpansensafaris. Ich befürchte aber, dass die günstigen Schimpansensafaris weiter im Süden mittlerweile auch teuer sind. Jedenfalls, Kibale NP: daneben gibt es günstige und ziemlich nette swamp walks, wo ihr viele der kleineren "interessanten" Affen in den Baumkronen seht. Kann ich empfehlen. Ich bin bei meiner Reise in einem Cottage am Kraterrand eines Vulkansees abgestiegen. Tolle Aussicht und am Abend kamen 2 Nilpferde zum Grasen rauf. Waren damals 50 USD pro Nacht und wahrscheinlich cool mit den Eltern.

4. Queen Elizabeth NP: die Safari war damals langweilig, aber vielleicht hatte ich auch Pech und hohe Standards nach Tansania und Kenia. Was super war, war die Bootsfahrt im Kanal zwischen den beiden Seen. Sehr viele Nilpferde, Vögel, Warane, Krokodile, etc. Ich hatte hier meine beste Accomodation in Afrika. Vollpension im Zelt für ca. 25 EUR, wo man dann beim Check-In den welcome drink und das heiße Handtuch bekommt. Und beim Abendessen hängt dann die Fledermaus über deinem Kopf und schaut dich blöd an. Am Abend spazierte ganz nonchalant eine Herde Waterbucks beim Eingang vorbei.

5. Bunyonyi: Hier habe ich mich in meinem Bungalow direkt am Wasser sehr wohl gefühlt. Transport hierher könnte etwas mühsam sein, da würde ich von QE NP ein Taxi nehmen, wenn ihr eh zu dritt seid. Hier kannst du von deinem Gasthaus aus eine Inseltour buchen, die sehr nett ist. Auch würde ich empfehlen, dass ihr mal auf ein Getränk zu dem einen teuren Hotel auf der Anhöhe geht, weil es von dort eine super Aussicht gibt.

6. Jinja: Ich war dort für Wasseraktivitäten, habe aber keine Buchungsmöglichkeit gefunden und online hat mir niemand geantwortet. Wenn ihr also raften, etc. wollt, würde ich mich frühzeitig darum kümmern, damit es nicht umsonst ist. Aus meiner Sicht wäre Jinja aber der erste Streichkandidat, weil abseits der Route.

Sonst:
- Rhino Sanctuary und Murchison Falls war ich beides nicht.
- Gorillas war ich ebenso nicht, kann nichts dazu sagen.
- Transport: für mich kein Problem mit Matatus und Boda Bodas, aber wenn ihr zu dritt seid, würde ich für die 2-3 langen Strecken Busse und für den Rest Taxis nehmen. Der Preisunterschied wird nicht groß sein.

Ungefragte weitere Ideen:
- Für Nashörner bitte Lake Nakuru NP in Kenia ins Auge fassen. Kleiner Nationalpark mit sehr vielen Nashörnern.
- Von Bunyonyi kommt ihr sehr schnell und unkompliziert nach Kigali. Wäre aus meiner Sicht eine Überlegung wert, von Kigali zurück zu fliegen. Ihr spart euch den langen Transfer nach Entebbe. Kigali kann man sich in 1-2 Tagen inklusive ein paar Memorialstätten ansehen. Nachteil: Visumskosten.

Irgendwo hier im Forum habe ich zu Uganda quasi wie oben geschrieben. Wenn du möchtest, könnte ich nachschauen, ob es die Hotels, die ich damals hatte und sehr gern mochte, noch gibt.

GschamsterDiener


dirtsA

Danke für die ausführliche Antwort, das klingt alles sehr gut.

Auch habe ich mutwillig irgendeine Agentur für Uganda angeschrieben wegen den Gorill-Permits und die good news sind: für unseren kompletten Zeitraum gibts wohl aktuell noch welche. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Außerdem meinten die, wenn wir einen privaten Fahrer für die Runde wollen, kostet das 50 USD/Tag. Haut mich jetzt auch nicht vom Hocker, wobei ich fast annehme, dass da Benzin noch oben drauf kommt. Aber wenn die großen Busse so unkompliziert sind, wäre das natürlich auch eine Erfahrung und ein Taxi zwischendurch, das wohl ähnliche Preise zum privaten Fahrer (je nach Strecke) verlangen wird.

Wegen den Schimpansen hat mir die Agentur auch geschrieben, dass sie uns entweder Kyambura für USD200 per person oder Kalinzu Forest für USD130 per person organisieren können. Würde dann wohl Kalinzu nehmen, muss aber noch schauen, wo das liegt.

Super Tipps, muss ich mir alles im Detail ansehen. Danke!
Kenia will ich nicht auch noch anhängen, aber Kigali/Rwanda-Variante klingt interessant, mit dem East Africa Visa in dem Zusammenhang. Würde ja dann einen langen Fahrtag sparen (und man würde noch ein weiteres Land kurz sehen).

Hab mir deine Erfahrungsberichte durchgelesen und Kenia nun zu meiner Afrika-Liste hinzugefügt ;) Aber wohl dann entweder nochmals separat oder mit Tanzania zusammen irgendwann. Zu viel herum will ich in den 2-3 Wochen dann nicht, da reicht uns denke ich Uganda (mit etw. Kigali-Abschluss).

Du klingst recht begeistert von Uganda, von Panama weniger? Oder zu wenig gemacht, um es beurteilen zu können?
Jedenfalls bin ich nun doch mehr bei Uganda. Bin gespannt ob sonst noch jemand etwas beitragen kann dazu :)
Meine Reisen und mein Nomaden-Leben: http://justbookedatrip.wordpress.com

dirtsA

Sag mal, wie einfach war das in Uganda mit der Buchung von den ganzen Touren? Also außer den Affen ;)
Konntest du da einfach beim Check-in an der Rezeption sagen, dass du abends eine Night-Safari machen willst (oder so)? Wie flexibel ging das? Für uns im Fall natürlich zu 3. noch viel einfacher, interessiert mich nur, ob die Unterkünfte generell darauf eingestellt sind und alle happy sind, dir was zu verkaufen (naja, außer in Jinja ;) )

Ich würde dann je nach deiner Antwort annehmen, dass sich wohl genauso einfach ein privates Taxi hier und da an im Hotel organisieren lässt... meist gehen solche Sachen ja Hand in Hand.
Meine Reisen und mein Nomaden-Leben: http://justbookedatrip.wordpress.com

GschamsterDiener

Bis auf Jinja funktionierten alle Touren- und Safaribuchungen unkompliziert über das Hotel.

Kalinzu forest liegt direkt auf dem Weg von QENP nach Bunyonyi. Da habe ich die Schimpansen gesehen. Leider ist der Preis von 40 USD auf 130 USD erhöht worden.

Zu Panama: Leider war ich in Zentralamerika ziemlich im Reiseburnout nach 9 Monaten in Asien und 6 Monaten in Südamerika. Da hat es mir eigentlich nirgends wirklich gefallen ;) In Mexiko fand ich es aber wiederum super, also lag es vielleicht doch ein bisschen an Zentralamerika. Insgesamt tauge ich hier leider nicht für eine qualifizierte Stellungnahme.

Ich habe aus Interesse mal auf die Unterkünfte geschaut, die mir in Uganda so gut gefallen haben:

1. Lake Bunyonyi: OM Hostel - gibt es noch, ist super bewertet, ist aber auch sehr rustikal und eher was für Backpacker. Ihr findet sicher etwas Bequeremes am Wasser und zu einem guten Preis.

2. QENP: Engiri Game Lodge - gibt es noch, ist auch super bewertet und immer noch full board. Vielleicht findet ihr aber etwas Günstigeres mit vergleichbarem Luxus, wenn ihr nicht ins Zelt ohne Badezimmer wollt.

3. Kibale NP: Lake Nyamirima Cottages - gibt es noch, super bewertet und preislich voll okay. Die Cottages sind urig bis rustikal, aber die Lage einfach sensationell. Schau dir mal die Photos auf Booking an.

Bei weiteren Fragen: gerne!

dirtsA

Super Tipps, vielen Dank auch fürs Raussuchen! Die Lodges sehen super aus, die Lage teils traumhaft, wie du schon sagst. Und das alles zu überschaubaren Preisen. So wie ich es mir eigentlich von Panama erhofft hatte ;)

Ich nerve dich daweil mal nicht weiter, sondern schau mal, dass ich die Beteiligten davon überzeuge, dass Uganda ein interessantes und sicheres Land für eine Reise wäre ;)
Meine Reisen und mein Nomaden-Leben: http://justbookedatrip.wordpress.com

dirtsA

Leider war meinen Eltern Uganda zu unsicher (wegen den Viren, nicht wegen den Menschen ;)), aber zum Glück konnte ich sie für die Panama-Idee gewinnen. Werde dazu einen neuen Thread aufmachen.
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GschamsterDiener


dirtsA

 ;D Tja. Aber nachdem sie beide schon älter sind, will ich mich da auch auf nichts einlassen. Wenn dann was wäre, würde ich mir das ewig vorhalten! Von daher... auf nach Panama!
Meine Reisen und mein Nomaden-Leben: http://justbookedatrip.wordpress.com

GschamsterDiener

Verstehe ich! Gibt ja auch noch Malaria, Dengue, etc., die in hohem Alter sehr gefährlich sind.

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